1X2, Doppelte Chance, DNB, Over/Under, Handicap, Kombi, System und Bet Builder – alle wichtigen Wettarten mit konkreten Beispielen erklärt.
1X2, Doppelte Chance, DNB, Over/Under, Handicap, Kombi, System und Bet Builder – alle wichtigen Wettarten mit konkreten Beispielen erklärt.
Wer zum ersten Mal eine Sportwetten-Seite öffnet, hat schnell das Gefühl, eine eigene Sprache lernen zu müssen. 1X2, Doppelte Chance, DNB, Over 2,5, Asian Handicap, Bet Builder – auf den ersten Blick wirkt das wie ein Zettel voller Geheimcodes.
Dahinter steckt aber fast immer eine sehr einfache Logik.
In diesem Ratgeber gehen wir die wichtigsten Wettarten durch und zeigen an konkreten Beispielen, was sie bedeuten, wann sie gewinnen und worin sie sich unterscheiden.

1X2 ist die Grundform der klassischen Fußballwette. Die drei Zeichen stehen für drei mögliche Ausgänge:
Beispiel Liverpool–Chelsea: Wählst du die 1, tippst du auf Liverpool. Das X ist das Remis, die 2 ein Sieg von Chelsea.
Leichter geht es kaum – und trotzdem ist das die wichtigste Wettart überhaupt.
Das ist die Doppelte Chance. Du deckst zwei der drei Ausgänge auf einmal ab:
Der Preis dafür: Die Quote fällt spürbar niedriger aus als bei einer einzelnen Auswahl. Du kaufst dir Sicherheit, und die kostet.
Draw No Bet, kurz DNB, heißt sinngemäß: „Bei einem Unentschieden gilt die Wette nicht.“
Du tippst auf Heim- oder Auswärtssieg. Endet die Partie remis, bekommst du deinen Einsatz zurück.
Am Beispiel Barcelona–Sevilla, du setzt auf Barcelona im DNB-Markt:
DNB ist damit interessant, wenn du an einen Sieg glaubst, aber das Remis nicht mitbezahlen willst. Auch hier gilt: Die Quote liegt unter der reinen Siegwette.
Both Teams To Score (BTTS) heißt schlicht: Triffst du auf „Ja“, muss jede Mannschaft mindestens ein Tor schießen.
2:1, 3:2 oder 1:1 – alles gewonnen. Ein 2:0 dagegen nicht.
Der Reiz dieses Marktes: Du musst gar nicht wissen, wer gewinnt. Die einzige Frage lautet, ob beide treffen. Buchmacher bieten dazu fast immer auch die Gegenwette „Nein“ an.
Bei Over/Under setzt du auf die Anzahl von Toren, Punkten oder anderen zählbaren Ereignissen – über oder unter einer festgelegten Linie. Im Fußball ist 2,5 Tore die mit Abstand gängigste.
Es müssen mindestens 3 Tore fallen.
| Ergebnis | Over 2,5 |
|---|---|
| 3:0 | gewonnen |
| 2:1 | gewonnen |
| 2:2 | gewonnen |
| 2:0 | verloren |
| 1:1 | verloren |
Hier tippst du auf höchstens 2 Tore. 0:0, 1:0, 1:1 und 2:0 gewinnen; ab 2:1 ist die Wette weg.
Warum ausgerechnet die halbe Zahl? Damit es kein Unentschieden geben kann. Entweder fallen mindestens drei Tore oder höchstens zwei – ein Dazwischen gibt es nicht.
Over/Under gibt es natürlich nicht nur im Fußball. Im Basketball läuft dasselbe Prinzip über die Gesamtpunktzahl beider Teams.
Torwetten sind ein Sammelbegriff: Du tippst, wie viele Tore in einer Partie fallen. Typische Varianten sind Spannen wie „0–1 Tore“, „2–3 Tore“ oder „4 und mehr“.
Der Unterschied zur Ergebniswette: Wer gewinnt, ist völlig egal. Es zählt nur die Anzahl.
Beim Handicap gibt der Buchmacher einem Team rechnerisch einen Vorsprung oder Rückstand mit.
Beispiel Manchester City -1,5: City startet so, als läge das Team schon mit 1,5 Toren zurück.
So lässt sich das Gefälle zwischen einem Favoriten und einem Außenseiter ausgleichen – und die Quote wird wieder interessant.
Dein Team muss mit mindestens zwei Toren gewinnen. 2:0 und 3:1 gewinnen, 1:0 und 1:1 verlieren.
Dein Team darf knapp verlieren. 0:1, 1:1 und 2:1 gewinnen, 0:2 verliert.
Bei den halben Linien (+1,5 oder -1,5) gibt es keinen „Push“, also keine Rückerstattung. Das halbe Tor sorgt dafür, dass immer eindeutig ist, ob die Bedingung erfüllt war.
Die Begriffe klingen ähnlich, meinen aber nicht dasselbe.
Das europäische Handicap arbeitet mit ganzen Toren und erzeugt daraus ein neues, virtuelles Ergebnis, auf das du dann wie bei 1X2 tippst – inklusive Unentschieden.
Das Asian Handicap ist feiner abgestuft. Bei bestimmten Linien wird der Einsatz geteilt: ein Teil gewinnt, der andere verliert oder kommt zurück.
Ein -0,75-Handicap ist in Wahrheit eine Kombination aus zwei Wetten: -0,5 und -1,0. Gewinnt die Mannschaft mit einem Tor, gewinnt die eine Hälfte und die andere kommt zurück. Bei zwei Toren Vorsprung gewinnt alles.
Komplexer, ja – aber genau deshalb passt es auf Situationen, für die das klassische Handicap zu grob ist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber zum Asian Handicap.
Die Einzelwette ist die schlichteste Form: ein Ereignis, ein Ausgang.
Beispiel: Real Madrid Sieg zu 1,60. Bei 10 € Einsatz bekommst du im Gewinnfall 16 € ausgezahlt, davon sind 6 € Gewinn.
Der große Vorteil: Deine Wette hängt an keinem einzigen anderen Spiel.
Die Kombiwette verknüpft mehrere Tipps zu einer einzigen Wette. Die Quoten werden multipliziert:
| Tipp | Quote |
|---|---|
| Real Madrid gewinnt | 1,50 |
| Liverpool gewinnt | 1,80 |
| Bayern gewinnt | 1,70 |
| Gesamtquote | 4,59 |
Bei 10 € Einsatz wären das 45,90 € brutto, wenn alle drei Tipps aufgehen.
Die hohe Quote hat allerdings ihren Preis: Ein einziger falscher Tipp macht die gesamte Kombi wertlos. Wie sich das rechnerisch auswirkt, kannst du im Kombiwetten-Rechner direkt durchspielen.
Die Systemwette ist die entspanntere Schwester der Kombi. Hier müssen nicht alle Tipps stimmen, damit etwas zurückkommt.
Nimm fünf Spiele und spiele ein 3-aus-5-System: Das System bildet aus deinen fünf Tipps alle möglichen Dreierkombinationen. Treffen nur drei davon, hast du trotzdem gewinnende Kombinationen.
Der Preis dafür: Du bezahlst viele einzelne Kombinationen gleichzeitig. Für denselben Gewinn brauchst du also einen höheren Gesamteinsatz.
Mit dem Bet Builder baust du dir aus mehreren Märkten desselben Spiels eine einzige Wette zusammen. Zum Beispiel:
Der Buchmacher fasst das zu einer Wette mit einer Gesamtquote zusammen.
Ein Detail, das viele übersehen: Diese Auswahlen hängen oft voneinander ab. Wer auf einen Sieg und viele Tore tippt, kombiniert keine unabhängigen Ereignisse. Deshalb multipliziert der Buchmacher die Einzelquoten auch nicht einfach – die Gesamtquote fällt geringer aus, als man erwarten würde.
Alle vier haben neben dem Casino einen eigenen Wettbereich. Welche Wettarten und Märkte konkret angeboten werden, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter – schau vor der Anmeldung ins Wettprogramm.
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Es gibt keine Wettart, die immer die beste wäre.
Ein Wettschein wirkt beim ersten Mal überladen, aber die Logik dahinter ist überschaubar. 1X2 fragt nach dem Sieger, die Doppelte Chance lässt zwei Ausgänge zu, DNB gibt beim Remis den Einsatz zurück, Over/Under zählt Ereignisse und das Handicap verschiebt das Ergebnis virtuell.
Die Einzelwette steht für sich, die Kombi verknüpft, die Systemwette verzeiht einzelne Fehltipps und der Bet Builder bleibt in einem Spiel.
Am Ende zählt nicht, möglichst viele Wettarten zu benutzen. Viel wichtiger ist, dass du genau weißt, worauf du setzt, wann die Wette gewinnt und in welchen Fällen der Einsatz weg ist.